Das W3C-Dokument Referrer Policy ist eine Candidate Recommendation vom 26. Januar 2017, keine neue Oktober-Meldung. Dieses Briefing verbindet den Hintergrund mit aktueller MDN-Dokumentation. Die Frage für die Anbieterwahl lautet: Wie viel von einer Seitenadresse kann der Browser beim Folgen eines Links weitergeben?

MDN beschreibt strict-origin-when-cross-origin als Standardregel. Bei Anfragen desselben Ursprungs können Ursprung, Pfad und Querystring übertragen werden; bei ursprungsübergreifenden HTTPS-Anfragen nur der Ursprung. Beim Wechsel von HTTPS zu HTTP wird kein Referrer gesendet. Der Ursprung umfasst Schema, Host und gegebenenfalls Port, nicht den vollständigen Seitenpfad.

Die Regel no-referrer lässt den Referer-Header weg. Sie begrenzt diesen einzelnen Übertragungskanal, macht den Besuch aber nicht anonym und entfernt keine bewusst in die Ziel-URL geschriebenen Informationen. Ein Referrer-Schalter ist eine Datenschutzeinstellung, kein Versprechen gegen jede Wiedererkennung durch Analysedienste.

Frage den Hosting- oder Baukastenanbieter nach der ausgelieferten Regel und möglichen Überschreibungen auf Seiten- oder Linkebene. Prüfe interne und externe Anfragen mit unkritischen Beispieladressen in den Browser-Entwicklerwerkzeugen. Kontrolliere das Verhalten, bevor du Annahmen zur Analyse änderst. Dies ist ein Dokumentationsbriefing, kein Browseraudit und keine neue gesetzliche Vorgabe.