Cryptomator beschreibt als Schutzziel die clientseitige Verschlüsselung für Cloud-Speicher. Geschützt werden Inhalte und Dateinamen; Größen, Zeitstempel und Anzahl von Dateien bleiben teilweise sichtbar. Das passt zu einem Cloud-Dateiablauf, verbirgt aber nicht jede Information über den Tresor.
Das VeraCrypt-Einsteigertutorial zeigt dagegen einen Datei-Container, der als Laufwerk eingebunden und anschließend mit Dateien befüllt wird. Der Container lässt sich wie eine normale Datei bewegen. Wichtig: Wer beim Erstellen eine vorhandene Datei als Ziel auswählt, überschreibt sie laut Tutorial. Verwende einen neuen Dateinamen, nicht die zu schützende Originaldatei.
Für bereits über Cloud-Ordner verwaltete Dateien passt Cryptomators dokumentierter Ablauf direkter. Für ein verschlüsseltes Volume für lokale Projekte oder Wechselspeicher kommt VeraCrypt infrage. Wie ein Cloud-Dienst Container überträgt, hängt vom Dienst ab; Bandbreite, Konfliktverhalten und Geschwindigkeit haben wir nicht gemessen.
Beide Ansätze benötigen Backups und einen vertrauenswürdigen Rechner. Cryptomator warnt ausdrücklich vor Schadsoftware bei geöffnetem Tresor und vor separaten Arbeitskopien anderer Programme. Probiere unvertrauliche Dateien aus, prüfe den Wiederzugriff und sperre beziehungsweise trenne das Volume danach. Dies ist ein Dokumentationsvergleich, kein Kryptografie-Audit.