GNU Diffutils enthält diff und cmp, doch beide beantworten andere Fragen. diff beschreibt Textänderungen üblicherweise zeilenweise und hilft etwa bei einer Konfigurationsprüfung. cmp vergleicht zwei Dateien byteweise und nennt normalerweise die erste abweichende Byte- und Zeilenposition oder ein früheres Dateiende.

Wähle diff, wenn ein Mensch Änderungen in lesbarem Text verstehen muss. Bei Binärdateien meldet der übliche Ablauf möglicherweise nur einen Unterschied, ohne Dokument oder Bild visuell zu erklären. Ein Textvergleich ersetzt deshalb weder das Öffnen einer exportierten Präsentation noch deren Layoutprüfung beim Empfänger.

Wähle cmp für die Frage, ob zwei lokale Dateiinhalte exakt übereinstimmen. Das GNU-Handbuch nennt Status 0 für keine Unterschiede, 1 für Unterschiede und 2 für einen Fehler. Ein Skript darf die letzten beiden Fälle nicht zusammenwerfen: Eine unlesbare Eingabe ist kein abgeschlossener Vergleich mit einer gewöhnlichen Änderung.

Keiner der Befehle bestätigt Herkunft oder Vertrauenswürdigkeit einer Datei. Vergleiche lesbare Kopien, erhalte die Originale und prüfe heruntergeladene Software separat anhand authentifizierter Herausgeberangaben. Fazit: diff erklärt Textänderungen, cmp prüft Bytegleichheit. Kein Geschwindigkeitstest und keine Affiliate-Empfehlung.